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Zeichenkurse

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Kohlenzeichnung Porträt

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Zeichenkurse Nürnberg
2 Teil. Papier – der Blumenstrauss.

Beginnen wir einen Blumenstrauss als Stilleben zu zeichnen, so blicken wir zunächst auf einen imaginären Punkt weit hinter unserem Motiv – in der Unendlichkeit irgendwo im fernen Weltenraum.
Was erleben wir bevor wir zu zeichnen beginnen?
Mit dem oben beschriebenen Trick beobachten wir die arrangierten Blumen die für uns, durch den defokussierten Blick, zunächst unscharf erscheinen. Die Absicht dahinter ist, dass wir uns erlauben, die „allgemeine“ Form unseres Vorhabens wahrzunehmen, den Charakter und die Gesamtkomposition, die unsere „Vorlage“ zur Verfügung stellt. Die Details vernachlässigen wir zu Beginn, indem wir den scharfen Fokus unseres Blickes weit hinter das vor uns Stehende legen. So ausgerichtet, verschieben wir innerlich unsere Aufmerksamkeit zwischen den verschiedenen flächigen Teilen des Blumenstraußes, während der fokussierte Blick hinter unserem Motiv in der Ferne ruht.
Es mag uns wie eine heikle Empfindung erscheinen, die uns für den Anfang ein wenig „Geduld mit sich selbst“ abverlangt. – Wir lernen „Das Sehen“, während wir „ Das Anschauen“ schon seit Langem praktizieren. Es ist nichts Ungewöhnliches daran in eine vertraute Gewohnheit zurück zu schwenken. Doch sollten wir jetzt die Neue Art uns zu konzentrieren üben und zu dem „unscharfen“ Beobachten zurückgleiten.
Wir beobachten uns selbst und bemerken, das sich unsere Aufmerksamkeit durch die Übung in Das Sehen unseres scheinbar unscharfen Sichtbildes wandelt. – Anstatt den konstanten Fokusierugpunkt hinter dem Blumen-Bouquet zu halten beginnen wir aus lauter Gewohnheit, Details unseres Stillebens in Augenschein zu nehmen. –
Nun, eben jetzt, erleben wir in der Praxis die Grundlagen, die uns das Üben unserer Aufmerksamkeit in der Landschaft nahebringt.
Während wir uns wieder unserem Motiv zuwenden kehren wir den scharfen Anteil unseres Blickfeldes weit hinter die Ebene, die wir abzeichnen möchten. In unserem SichtBild erscheint das ausgewählte Stilleben unscharf, ohne ablenkende Details. Mit unserer Aufmerksamkeit konzentrieren wir uns auf die Flächen, die sich aus der Unschärfe heraus in uns abbilden. Die Kontouren der erlebten Flächen heben wir mit unserer Aufmerksamkeit hervor und stellen sie in eine bildgebende Reihenfolge.
Zu Anfang beobachten wir mit unserer Aufmerksamkeit die langen Kontouren, die unseren Blumenstrauß von seinem Hintergrund abheben. Links und rechts neben dem Stilleben verlaufen die „längsten Kontouren“ des gewählten Zeichenmotives, unterbrochen durch hervorstehende Blätter und herausstechende Halme. Ihren Platz können wir als Einteilungen in der gesehenen Form vor dem Hintergrund wahrnehmen. In der von alleine entstehenden Synthese erkennen wir die erste äussere Kontour der gesamten Form und wie sie unterbrochen wird, von den Formen der Blätter und den Linien der Gräser. Welches Blatt ragt am weitesten heraus oder zeigt die intensivste Farbe? – Wir beginnen, innerhalb der äusseren Kontur, einzelne Gruppen von sich wiederholenden Formen zu erkennen, aus denen sich unser Zeichnenmotiv aufbaut. Aus diesen Formen-Gruppen ragen zusätzlich einzelne Details hervor, die dem beobachteten Strauss seine verbundene Einmaligkeit verleihen. – Mit unserer ruhigen Aufmerksamkeit beginnt sich in uns von selbst der Aufbau unserer nachfolgenden Zeichnung abzubilden.
Was für eine Erleichterung, die sich aus unserer unscheinbaren Landschafts-Übung von allein ergibt. – Wir finden nur zwei verschiedene Blätter-Flächen und zwei Sorten Blüten. Wir stellen fest, das es jetzt einfacher ist, sich auf die „tanzenden Blumen“ zu konzentrieren. Wir können uns ohne Mühe den Details zuwenden, ohne von ihrer Fülle überwältigt zu sein. – Wir beobachten weiter, um noch etwas mehr innere Ordnung in dem sich vor uns drehenden Tanz des Stillebens zu erkennen.
Die Blütenblätter sind wie „zerknittertes Seidenpapier“ angeordnet und fallen Kurve mit Linie in ein sich wiederholendes Muster. Auf dieses Geschenk, auf diese einfache Form haben wir in unserer Aufmerksamkeit gewartet. Es ist für den Beginn einer Zeichnung völlig ausreichend sich an eine einfach generalisierte (als allgemeingültig erkannte) Form zu erinnern, die leicht aus der aufmerksamen Erinnerung auf das Papier übertragen wird.
Mit der wachen Erinnerung in der Aufmerksamkeit wenden wir uns dem weißen Stück Papier zu und „springen“ mehrmals mit dem „unscharfen Punkt der Aufmerksamkeit“, vom Mal-Motiv zum Zeichen-Papier. Die Außenkonturen unseres Motives zeigen in uns eine einfache zugrundeliegende Form: ein Oval, Quadrat oder Rechteck, diese erste Kontour über-tragen wir mit unserem „Sehen“ auf das Papier bis wir sie auf dem Zeichengrund „erleben“. – Es ist wie, sich an eine bildhafte Vorstellung zu erinnern. Unser, durch die intensive Aufmerksamkeit „geschärfter“ Wunsch erlaubt uns die Bitte ein imaginäres Schatten-Bild auf dem weißen Blatt-Papier entstehen zu lassen. Es erscheint von selbst, verschwommen und schwindet zu Beginn der Übung schnell vor unseren „Augen“. Ist die empfundene Kontur schon „genug befestigt“, können wir beginnen sie mit unserer Absicht auf dem Zeichen-Papier selbst zu bewegen und zu zentrieren. Optimal ist zunächst das gefühlte Erlebnis in der Mitte des Malkartons zu plazieren.
Warum gehen wir so vor?
Beim blosen Anschauen des Blumenstraußes scheint er zu vibrieren. – Doch es sind wir, die von selber diese Unruhe in uns erwecken. Wir springen mit den Augen von einem Detail zum Nächsten. Der Rest, der unbeachtete Anteil des Motivs, der nicht in unserem Blickbild liegt fällt in die jetzt nicht beobachtete Unschärfe und damit in die Unaufmerksamkeit zurück. Wir konzentrieren uns ohne einen genauen Plan in einer zufälligen Reihenfolge nacheinander auf kleine Details, Blüten und Blätter, ohne bereits eine gesamte Übersicht in uns „befestigt“ zu haben, auf der wir das besondere Augenmerk eines Details eintragen könnten. Wir verlieren die zugrunde liegende Form in der die angeschauten Details eingebettet liegen. – Das Zeichnen vereinfachen wir selbst, indem wir einfache Formen finden, in die wir weitere Formen einfügen, bis hin zu feinen Details.
Wir beginnen die übertragene Form des Blumen-Straußes auf dem Mal-Untergrund als einen schattenhaft weiß veränderten Hintergrund zu erleben. Wir halten dieses Erlebnis wach um die Größe der Form im Verhältnis zu dem Papier abzuschätzen. Die auf das Papier „übertragenen“ Konturen und Bilder der Aufmerksamkeit lassen sich geistig dehnen und bewegen, frei über die gesamte Zeichenfläche (und auch darüber hinaus, wenn wir wählen lediglich einen Ausschnitt des ursprünglichen Motivs zu zeichen).
Zu Beginn unserer Übung lassen wir einen ausreichenden freien Seitenrand um das gewählte Motiv, und beginnen die ersten gesehenen Formen innerhalb dieses Rahmens einzuzeichnen.
In der Kunst des Komponierens verbirgt sich ein ein gelungenes Werk. 
- ein weiteres Kapitel unseres Zeichenkurses Nürnberg.

Wie beginnen wir eine Zeichnung auf dem Papier?

Zuerst lege ich ein paar Punkte auf der Zeichenfläche fest, die äußeren Punkte des in der Aufmerksamkeit gezeichneten Motivs, sie sollten in der Nähe des gewählten Seitenrandes unserer Zeichenfläche liegen..
Und wieder ist uns jetzt unsere neue Übung behilflich.
Wenn wir mehrmals abwechselnd in den Blumenstrauß und auf unser Zeichenblatt blicken, entsteht in unserer Aufmerksamkeit ein vereinfachtes Bild aus den ursprünglichen Formen und ihren Konturen.
Wie fühle ich das vereinfachte Bild, das sich aus einzelnen Formen aufbaut?
Es kann eine Art aufsteigender Gedanke sein, eine Spiegelung, ein unscharfes Bild bis zu einer sehr kontur-scharfen Darstellung. Es hängt von der Art der Konzentration, der Aufmerksamkeit ab und von der Individualität des einzelnen Zeichners, wie er das in him auftretende Phänomen seiner Beobachtung beschreibt.
Mit geöffneten Augen sieht es fast aus, wie zwei übereinander projizierte Bilder innerhalb einer ebenen Fläche. Ein Bild in der Aufmerksamkeit und das angeschaute Motiv in einem Augenblick zusammengefasst. Wir können wählen, welches der beiden Bilder wir beobachten. Obwohl solche Bild-Eindrücke meistens unscharf und undeutlich erscheinen, enthalten sie in sich selbst noch genug Informationen für die beabsichtigte Zeichnung. Sie tragen in sich eine Synthese der Form, ihrer allgemeinen Natur, ohne unnötige ablenkende Details. Der Prozess des Wachrufens von imaginierten Bildern in der Phantasie ist eine anfangs sehr feine Empfindung, die leicht unserer Aufmerksamkeit entgleitet und der Vorgang ist, durch die zu Beginn beschriebene Übung zur Beobachtung, einfach nachzuvollziehen und wachzurufen.

Angebotene Zeichentechniken und Zeichenwerkzeuge:

1. Bleistiftzeichnung

2. Pastellkreidenzeichnung

3, Federzeichnung

4. Kohlezeichnung

5. Verschiedene Zeichenwerkzeuge

Geplante Motive:

1. Portrait

2. Landschaft

3. Architektur

4. Stilleben

5. Realistische und Fiktive Zeichnung

6. Abstrakte Zeichnungen

7. Figurative Zeichnung

Professionelle Künstlermaterialien:

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