http://youtu.be/9-fHjZzE27c

Malanleitung

Malanleitung

Lauf-Pegnitz-Zeichnung

Lauf-Pegnitz-Zeichnung

Zeichenkurse Nürnberg
Während der Beschäftigung mit der abstrakten Malerei über den Zeitraum eines halben Jahres hinweg, verschwand meine Fähigkeit realistische Zeichnungen anzufertigen. Meine Schwäche, die Formen der Natur sehen zu können, hatte während des unfigürlichen Malens, keine so große Rolle für mich gespielt. Erst während des Einfügens menschlicher Figuren in abstrakte Gemälde ist mir der Verlust meiner zeichnerischen Qualitäten wieder deutlich und klar vor Augen geführt worden. Ich quälte mich ab mit den Proportionen menschlicher Körper, die ich nicht mehr abschätzen konnte. Die menschlichen Konturen der
Körper wollten sich nicht mehr zu einem Gesamtbild in der Komposition eines Bildes zusammenschliessen lassen.

zeichnen mit Kohlenstiften

zeichnen mit Kohlenstiften

Pastellkreidezeichnung

Pastellkreidezeichnung

Etwas das früher einfach für mich war, ist plötzlich schwierig für mich geworden. Ich habe in meinen alten schriftlichen Aufzeichnungen, die verschollen im Schrank lagen, gestöbert. Ich konnte jetzt nachgelesen, wie ich früher, für mich, die Beobachtung von Objekten beschreibe.

Diese vorausschauend erstellten Notizen erweisen sich jetzt als sehr nützlich und hilfreich für mich. Ich stelle sie in der Hoffnung zur Verfügung, dass diese Beschreibungen auch für Sie sinvoll und unterstützend sein können.

zeichnen mit Bleistift

zeichnen mit Bleistift

zeichnen lernen

zeichnen lernen

 

Zeichnenkurse

Zeichenkurse

Das Beobachen von Motiven
Wie üben wir das Sehen von Objekten und ihrer Proportionen, um sie präziser zu zeichnen oder ihre künstlerischen Formen in ein Gemälde zu verschmelzen? Wie beobachten wir mit unseren Augen und welche Veränderungen können wir in uns selbst wahrnehmen?
Durch die Tiefe der Landschaft
Wir strecken einen Arm aus, die Hand vor uns und zeigen mit einem Finger auf einen unverwechselbaren Bestandteil der sich ausserhalb unserer Reichweite ausdehnenden Landschaft. – Verkehrszeichen, die bis zu 30 Meter von uns entfernt sind, sind dafür perfekt geeignet. Wir richten den Fokus unseres Blickes vom ausgestreckten Finger abwechselnd auf das Schild aus. Die „Brennweite der Augen“ wird dabei unwillentlich geändert. Konzentriert auf das Schild blickend, erweiteren wir, ohne den Fokus auf das Verkehrszeichen zu verändern, das eigene Blickfeld und beobachten, was mit dem „Bild“ des ausgestreckten Fingers in der eigenen Aufmerksamkeit passiert. – Der in Richtung der Landschaft ausgestreckte Finger sollte jetzt verdoppelt im Blickfeld erscheinen, wenn wir unseren Blick auf dem Element in der Ferne ruhen lassen.

Malanleitung

Malanleitung

Wir erweitern das Spiel der Wahrnehmung, kneifen ein Auge zu und betrachten unseren Finger direkt. Einmal nur durch das geöffnete rechte und einmal nur durch das geöffnete linke Auge. – Ein seltsamer Effekt sollte jetzt für uns erscheinen, der vorher unserer Aufmerksamkeit entgangen ist. Beim wechselseitigen Fokussieren mit nur einem Auge, beginnt der Finger zu „springen“, obwohl wir unseren Arm willentlich nicht bewegen. Durch unser Spiel mit den Augen erscheint der ausgestreckte Finger einmal links und das andere Mal rechts von dem Verkehrsschild im Hintergrund der Landschaft.

Malanleitung

Malanleitung

Zeichenkohlenstifte:

http://produkte.boesner.com/zeichenmaterial/kreide-_kohlestifte.html

Malanleitung

Malanleitung

Blicken wir mit beiden Augen, so erscheint in uns lediglich ein einziges Bild der Landschaft.
Nun beginnen wir unseren Blick gleiten zu lassen und „verschieben“ den Fokus, der noch auf dem Finger liegt, langsam und leicht auf das Verkehrsschild in der Landschaft. Diese Bewegung, die nur durch unsere Konzentration stattfindet, lassen wir jetzt ein paar mal zwischen dem Schild in der Tiefe und unserem Körperteil in der Nähe hin und her gleiten. – Wie durch ein Wunder beginnt sich unsere erlebte Wahrnehmung „gleitend“ zu verändern . Fokussieren wir unseren Finger „scharf“, so erscheint das Verkehrsschild im Hintergrund unscharf aber als verdoppeltes Bild. Kehren wir die Wahrnehmung willentlich um und beobachten das Verkehrsschild direkt, so gleitet der Finger in die Unschärfe, aber er erscheint dafür doppelt in unserem Sichtfeld.
Wir erkennen immer nur ein Detail in unserem Blickfeld als „scharf und kontouriert“. Wir „schaffen“ es nicht, beide Bilddetails „scharf“ in einem Gesamtbild zu erkennen.
Dieser lebendige Wechsel im Schauen ist uns in der Alltäglichkeit nicht bewußt.
Doch eben DAS ist eine sehr wichtige Eigenschaft unserer beiden Augen. Wir verwenden sie unbewust für eine abschätzende „Messung der Proportionen“ von beobachteten Objekten, ohne der in uns der auftretenden Unschärfe aktive Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Porträtzeichnung

Porträtzeichnung

Gesicht zeichnen

Gesicht zeichnen

Für was nutzen wir es während des Zeichnens genau? Ich erzähle es gleich.
Für unsere Zeichen-Übung benutzen wir eben eine ganz natürliche Fähigkeit unseres Sehsinnes. Wenn wir die Übung jetzt wiederholen, fällt es uns schon leichter die Tiefe des eigenen Blickfeldes zu erleben und die Verschiebung der Unschärfe wahrzunehmen.
In einem zweiten Anlauf beginnen wir jetzt unser Sichtfeld zu erforschen. Das Sicht-Feld ist der meist größere Bereich, der sich in unserer Aufmerksamkeit unscharf abzeichnet.
Wir legen den Blick-Fokus wieder auf das Verkehrszeichen und beobachten (unscharfe) Gegenstände in der näheren Umgebung. – Ohne den „klaren Blick“ von dem Verkehrsschild abzuwenden, verschieben wir lediglich unsere Aufmerksamkeit vorsichtig auf weitere Objekte, die in unserem weiten Gesichtskreis liegen. (Am einfachsten geschieht dies mit der inneren Bitte, „ich möchte die Umgebung des Schides sehen.“ Sie führt uns dazu, dass, wie von allein immer mehr Elemente in unserer Aufmerksamkeit erscheinen, auf die wir unsere Konzentration lenken können, ohne den direkten Blick auf sie zu richten.)
Ein neues Gefühl für das was wir bisher als unsere Aufmerksamkeit beschreiben wird in uns wach. Wir werden uns gewahr, das wir immer eine Auswahl dessen treffen, was wir beobachten möchten; und das der weiter-bestehende restliche Teil unserer Aufmerksamkeit entgleitet.
Wir können unsere neu aufgeweckte Aufmerksamkeit durch das eigene Seh-Feld gleiten lassen, ohne die Konzentration auf das Schild zu verlieren. Vorsichtig lenken wir weiterhin unsere Aufmerksamkeit auf die anderen Objekte im Sichtfeld, während immer noch die Brennweite der beiden Augen auf das Straßenschild konzentriert ist.
Es ist sehr wichtig. Durch unser Beobachten eröffnen wir uns eben eine weitere, in uns schon immer vorhandene Ebene der Wahrnehmung. (Eine gleichzeitig bestehende, aber von der Aufmerksamkeit nicht hervorgehobene Ebene wird Meta-Ebene genannt. „meta“ ist ein altgriechisches Wort und bedeutet im deutschen „zwischen, in Gemeinschaft mit“.
Diese beobachteten Elemente, im Sichtbild ausserhalb des direkten Fokus des Blickbildes, präsentieren sich uns als erkennbare Bildelemente mit unscharfen Konturen. – Während wir uns auf das Verkehrszeichen fokussieren und die anderen Objekte mit unserer gleitenden konzentrierten Aufmerksamkeit beobachten, kann das Straßenzeichen aus unserer Wahrnehmung völlig verschwinden. – Im Gegenzug erkennen wir jetzt nahezu gleichzeitig alle Bildelemente in dem vor uns liegenden Gesichtskreis. Wir beobachten und nehmen die Proportionen der mit unserer Aufmerksamkeit gesehenen Objekte mit Leichtigkeit wahr.
Und hier ist ein Hinweis.
Diese Art des Sehens hilft uns das Verhältnis zwischen den gesehenen Formen zu erkennen. Erfahrene Künstler tun es unbewusst. – Doch was genau: Sie wechseln vom (An-)Schauen zum Sehen. Sie beginnen beobachtend das Motiv in einfache (fast unscharfe) Formen zu zerlegen, die leicht auf den Malgrund zu übertragen sind.
Auch wir gehen so vor, um eine Zeichnung zu erstellen. Wir üben einfache Formen aus dem „Augenwinkel“ heraus zu erkennen. Ein Übertragen der angetroffenen vor uns erscheinenden Proportionen von Original und Zeichnung ist uns jetzt möglich. Auf diese Art können wir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Formen der gesehenen Sachen identifizieren. Wir sind jetzt in der Lage, nicht nur ein einzelnes Fragment, sondern die ganze Form des gewählten Ausschnittes unseres Zeichen-Objekts zu erkennen. Wir beginnen uns vom rein räumlichen Schauen zu lösen und erkennen die flächige Struktur der Dinge in unserer momentanen Aufmerksamkeit. Diese als abstrakte Objekte erkannten Flächen können wir jetzt frei auf unser Zeichen-Material übertragen und in spielerischer Art auf den Zeichengrund einsetzen.
Indem wir uns den Flächen in unserem Motiv zuwenden, erleben wir eine Vereinfachung der Formen, die wir zeichen möchten.
Diese Grundformen lassen sich in der Aufmerksamkeit leichter von einander unterscheiden und „speichern“, da sie schon „bildgerecht“ von uns „verallgemeinert“ sind.
Wir hören heraus, das eine Zeichnung aus vereinfachten Formen heraus entsteht, die zueinander in einem klaren Verhältnis stehen. Wir sind uns gewahr, das eine Zeichnung aus mehreren nacheinander folgenden und teilweise übereinander liegenden Formen aufgebaut ist, die erst für den neutralen Betrachter zu einem Gesamtbild verschmelzen. – Eine Zeichnung entsteht aus einer Reihenfolge erkannter Formen, die nacheinander in die Zeichnung eingefügt werden.
Wenn wir üben auf diese „schrittweise Art“ zu sehen, dann können wir auch die so entstehenden Bilder lange in der Phantasie halten. – Mit zunehmender Übung ist es uns möglich, die klar in unserer Aufmerksamkeit lebendig erscheinenden Formen mit anderen, bereits in uns gespeicherten Formen zu kombinieren und zu verbinden.
Der als physisch erlebte Raum wird beim Zeichnen in unserer Vorstellung zu einer ebenen Fläche, auf der zwei leicht transparente Bilder übereinander geschoben sind. Wir sehen deutliche Unterschiede in den Formen und das Erkennen ihrer Verhältnisse zueinander wird für uns einfacher.

Zeichnenmotive

Zeichnenmotive

Das Zeichnen nach einer Vorlage ist für uns vereinfacht, wenn wir üben unseren Blick zu verändern und die Erfahrung sammeln, wie ein Motiv sich in uns zu einem Bild-Ausschnitt wandelt, indem es von uns als eine Gesamtkomposition aus Flächen, die in einem klaren Verhältnis zueinander stehen, in der Aufmerksamkeit wach gehalten wird.

 

Angebotene Zeichentechniken und Zeichenwerkzeuge:

1. Bleistiftzeichnung

2. Pastellkreidenzeichnung

3, Federzeichnung

4. Kohlezeichnung

5. Verschiedene Zeichenwerkzeuge

Geplante Motive:

1. Portrait

2. Landschaft

3. Architektur

4. Stilleben

5. Realistische und Fiktive Zeichnung

6. Abstrakte Zeichnungen

7. Figurative Zeichnung

KONTAKT:
Für alle, die an meinen Kursen interessiert sind: Malerei mit Acryl oder Öl, Airbrush, Zeichnen aller Arten – im Atelier

 

 

Zbigniew Mrugala, Nürnberg
kunstarena@gmx.de
Tel. 01728326087

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