Malen lernen

 
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Malen lernen

Malen lernen, Acrylmalerei, bunte Welten

Bei Übungen der Malerei beobachte ich eine angehende Künstlerin bei ihrer Arbeit. „Nun, was ist jetzt zu tun“, fragte sie mich schüchtern. Sie möchte abstrakt zu malen, aber weiß nicht wie man das eigentlich macht. Wir begannen zusammen ein Bild zu malen. Ihre Pinselbewegungen erschienen mir unsicher. Zitternd zog sie eine Linie mit einem Pinsel. Sie nahm zu wenig Farbe auf den Pinsel und drückte das Malwerkzeug zu fest auf die Leinwand, so dass gezackte Linien entstanden. „Zuerst beginnen wir mit dem Vorbereiten der Farbpalette“, sagte ich voller Optimismus. „Wenn ich das Malen beginne, beginne ich die Farben in einem Plastikbecher vorzubereiten.

http://youtu.be/olO_f5e5fTQ

MALEN LERNEN Ich wähle vorher die Farben und lege damit die Farbtöne eines zukünftigen Bildes in seinen Grundzügen fest. Ich bereite, großzügig, viel mehr Farbe vor, als ich für ein einzelnes Gemälde benötige. Dank dieser Vorbereitung tauche ich den Pinsel in die Farbe wie ich es im Moment brauche.malkurseEin mal tauche ich die ganze Pinselfläche ein und ein anderes Mal nur den Rand des Malwerkzeugs. Je nachdem, wie die Farbe auf den Pinsel eingetragen ist, erreiche ich unterschiedliche Maleffekte. Um das Trocknen der mit Wasser verdünnbaren Farben in den folgenden Tagen zu verhindern,PFERDE MALENbedecke ich die Plastikbecher mit einem Deckel und gieße vorher ein paar Wassertropfen dazu.

Während des Malens eines abstrakten Bildes, mische ich einen Teil der vorbereiteten Farben auf einer auf dem Tisch ausgebreiteten Folie. Eine so große Mal-Palette ist ein Traum für fast jeden Maler.

Gesicht malenWie beginne ich mit dem Malen des Bildes?

Pferd malen

Meist überlegte ich, was mich zu diesem Zeitpunkt interessiert. Aus der Erinnerung hole ich meine schon gemalten Bilder, oder die Werke anderer Künstler, die einen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Dies ist ein schneller Gedanke, eine Erinnerung oder ein flüchtiger Eindruck, die im Kopf als inspirierende Vorstellung aus dem Unbekannten schwebt.

Wie beginne ich das Malen?

Ich male zuerst farbige Flecken, Flächen und füge dann andere Teile des Gemäldes hinzu.

Die Körperbewegung des Künstlers als ein Teil der Mal-Werkzeuge.

Während des Malens: Achten Sie besonders auf Ihre Körperbewegung. Sie bemerken bald, dass unsere Hände ein verlängerter Teil des Pinsels sind. Unsere kreisförmigen Bewegungen werden bestimmt durch die Schulterlänge und die Gelenke der Ellenbogen. Beim spontanen Malen kümmere ich mich nicht um die Körperbegrenzungen. In den Tiefen unserer Selbst wissen wir bereits was möglich ist und was nicht. Wir müssen uns dieses inneren „Wissens“ nur erinnern. Nach jahrelangem Malen weiß ich, welche Handbewegung eine bestimmte Art von Linie erzeugt und welche ich für passenden gewünschten Effekte anwenden sollte.

Bilder abstraktUm eine innere Gewissheit, von gewünschten Bewegungen in der Anwendung zu erreichen sind verschiedene Übungen nutzbar.

Während Sie Musik hören, führen Sie fließenden Bewegungen eines Pinsels auf einem imaginären Bild durch. Durch eine Art individuellen Tanzes erwecken wir das intuitive Körperbewusstsein, währende dessen unsere Körperwahrnehmung, die für das Malen des komplexen Bildes das ausreichende Niveau erreicht. Sehr oft bewege ich Malwerkzeuge in dieser gelernten rhytmisch harmonischen Weise und achte mehr auf die, in mir als Erinnerung gespeicherte Bewegung selbst, als auf das erzielte Ergebnis im Bild. In solchen Momenten kann ich das zu malende Bild nicht richtig sehen, weil ich durch die Konzentration auf das Erleben der Handbewegung geblendet bin. Seit ich mehr auf meine wache Bewegungsintuition achte, als auf meine bewusst rationale Entscheidung, sind meine Bilder deutlich besser geworden.

Unser Alltag ist ein bunter Raum.

Diesmal sprechen wir über die Malerei, also werden die Farben unser nächstes Thema sein.

Eine weitere Übung: – Finde spielerisch als selektive Wahrnehmung die Farben. Es ist ein Spaß mit den Farben, ein Belauschen der Natur. Im normalen Alltag beobachten wir die Farbtöne der Natur nur dann, wenn wir mit der Nase darauf gestoßen werden, wenn wir sie direkt suchen. Im Alltag verschwinden Farben in der Selbstverständlichkeit. Dies bedeutet für uns, entweder durch eine Aus-Wahl verblendet zu sein, oder uns wie ein Schlafwandler selbstverständlich durch ein Farbenmeer gleiten zu lassen.

Zur Verbesserung der Kenntnisse der Farbtöne, sollten wir eine solche Einstellung vermeiden und so oft wie es nur geht, „ein Auge“ auf die Farben haben. Nur 10 Minuten pro Tag den Beobachtungen der Farben gewidmet, entwickelt nach einem Jahr, in uns, eine besondere Sensibilität,- ein Farben-Gedächtnis.

Wie können wir unsere Aufmerksamkeit für Farben wachhalten, so dass wir nicht einschlafen, im Leben und die Farben in den grauen Hintergrund der Ereignisse zurückfallen?

Erschaffen sie sich einen wunderbaren Lebensraum in Ihren eigenen Farben, umgeben Sie sich bewusst mit „IHREN“ Schattierungen. Wenn die täglichen Aktivitäten der Gewohnheiten uns überwältigen, achten wir nicht auf die Umgebung. Nur in unserer Freizeit beobachten wir entspannend und bewusst unser Umfeld. Wir können eben diese Momente verwenden, um unser eigenes Farben-System schöpferisch aufzubauen.

Einen Blumenstrauß beobachtend , sehe ich die farbigen Flecken und Flächen von Blättern und Blüten.

Grüne Blätter sind an den Seiten sichtbar und orange und lila in der Mitte des Blumen-Arrangements.

„Und jetzt will ich nur grüne Teile der Pflanze sehen“, – entscheide ich bewusst. So gefordert, zeigt sich in meinem Blickfeld alles was „grün“ ist. Andere Farben verschwinden aus meinem Blickfeld. Dank dieses bereits geübten Phänomens sehen wir bei der Fahrt eine rote Ampel an der Kreuzung, obwohl wir im Verkehr unser Schauen, unser Augenmerk auf etwas völlig anderes ausgerichtet halten.

Im Allgemeinen sehen wir das ,was wir brauchen, was wir geübt sind zu sehen, oder was wir im Moment sehen wollen.

Es geschieht das was wir wollen. Wir müssen nur den Wunsch und die Bereitschaft das Gewünschte zu sehen deutlich ausdrücken.

Nichts ist schwieriger (als zu lernen, bewusst anzuwenden, was man bereits kann), nicht wahr?

Durch diese Übung der Phantasie verliere ich andere Farben aus den Augen und kann mich auf gewünschten Nuancen von mir bestimmter Farbtöne konzentrieren.

Oft zum Spaß spaziere ich in meinem Atelier herum und „sehe“ selektiv nur eine Farbe. Und jetzt will ich nur rot sehen. Was ist dann los? Dann springt meine Aufmerksamkeit zu verschiedenen Orten im Blickfeld. Ein Mal hin und ein Mal her, bis ich alle rote Sachen und Dinge bemerke. Andere Farben verschwinden sofort vor meinen Augen, und es erscheint zunächst nur Rotwein im Gesichtsfeld. Und da, und da, plötzlich sehe ich nur die roten Dinge als wären sie aus dem Gesamtbild hervorgehoben, verstreut im Raum vor mir.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt, oder einem großen Einkaufszentrum, bieten solche Übungen sehr viel Spaß. Gewünschte Farben in unserem Blickfeld blenden die anderen aus und verstecken sie im Schatten. Dank dieser Fähigkeit unseres Geistes können wir unsere Welt selektiv wahrnehmen, ohne Anstrengung eine unendliche Anzahl von den Details hervorheben. Das wir im Moment benötigen, oder was wir meinen dass es wichtig ist in unserem momentanen Leben; es wird sofort von uns hervorgehoben und angeschaut.

Die Proportionen der Dinge und die Farbe beobachten.

Lassen Sie uns wieder zurück zur Malerei kehren.

Bei der Arbeit mit Farbe, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, als wenn man nur zeichnet.

Ein Anteil ist die Beobachtung der Form von Objekten, dazu sollten wir beim Malen auch eine passende Farbe für sie finden.

In diesem Fall setzen wir Farbe in die gefundenen Formen. Erfahrene Maler tun es unverzüglich, ohne darüber nachzudenken. Sie zeichnen die Farbe und „verschütten“ die gewünschten Farben an den richtigen Stellen. Sie treffen die Entscheidungen unmittelbar nach dem Genuss der hervorgerufen werden soll. Die Intuition sagt ihnen rechtzeitig, wo und wie sie was tun sollten. Manchem Künstler gelingt die intuitive Umsetzung perfekt, weil Er bereits den ganzen Zyklus der Malerei aus eigener Erfahrung kennt. Um so eine Fähigkeit zu erwerben, trennen wir sehr oft das Zeichen von dem Malen, und wir üben die beiden Kunst-Fächer von einander getrennt.

Um in dem Bild eine Illusion von Raum zu schaffen, verwenden wir meistens eine helle und warme Farben der Objekte im Vordergrund.

Als der Versuch, Figuren eines ebenen Bildes räumliche Tiefe zugeben, umgeben wir sie mit dunklen und kühlen Farben.

Dies ist der einfachste Weg, um Tiefe im Bild zu schaffen. Darüber hinaus verengt die Teilung die der Künstler wählt den Beobachter-Fokus in das Bild hinein. Scharfe Konturen und Fragmente ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und die unscharfen Formen ergänzen einen neutralen Raum für die wichtigen formgebenden Teile des Bildes. Farbflächen sind ein neutraler (nahezu unbeachteter) Hintergrund. Während der aktiven Malerei, balanciere ich meinem Blick oft schwankend, verliere während der konzentriert versunkenen Ausführung des Bildes, die Tiefenschärfe der Augen und verliere sogar die Sichtbarkeit (Sehfähigkeit) der Augen selbst. Ich sehe die Farbe als eine lebendige Bewegung der Kreaturen.

Ein zusätzliches Phantom-Spiel.

Wenn wir imaginäre Hände in gezeichnete Objekte stecken, beginnen wir ein neues Abenteuer in unserer Phantasie.

Der Künstler hat während seiner Arbeit eine Möglichkeit in seinem Traum aufzuwachen. Träume können durch eine sehr konzentrierte Vorstellungskraft hervorgerufen sein, die einen künstlerischen Traum wach zu erleben ermöglicht. Intensive künstlerische Arbeit kann sogar in kreative Visionen führen und sich in einen erlebten Spaziergang zwischen den gemalten „Blättern“ verwandeln, mitten auf einer imaginierten Malfläche, in der Vorstellung.

Wenn es ihnen passiert, seien Sie unbesorgt, in der Kunstgeschichte ist Camping in den illusionären Welten der Malerei schon seit langem bekannt und populär.

Wenn so etwas mit Ihnen geschieht, achten Sie nicht besonders ernst auf die bewegten Bilder der Phantasie. Genießen Sie das individuelle Erlebnis. Lebhafte Vorstellungen werden immer ein Teil des Schöpfungsprozesses sein und lösen sich auf, wenn sich unsere Interesse an der Arbeit abschwächt und wir uns dem Alltag zuwenden.

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One Response to Malen lernen

  1. Lieber Zbyszek,
    habe eben mal aufmerksam deine Anweisungen oder wie immer du es nennst durchgelesen. Es ist beachtlich denn so kenn ich dich gar nicht. Es macht mir spaß zu lesen und zu sehen das du im hier und jetzt bist wenn du malen tust oder es weiter gibst, nun ich hoffe bei deiner nächsten Motivsuche habe ich hoffe Zeit
    Alles Liebe
    Hanne

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