abstrakte Malerei

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17.06.2011 Vernissage, abstrakte Malerei

abstrakte malerei

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Farben der Musik II
Halbzeit : 50 Jahre, eine halbe Epoche

Ich teile mit Freunden, meine Freude an der „Musik in den Farben“.
Die Antworten des Malers während der Vorbereitung zur Vernissage:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vernissage

abstrakte Gemälde

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„Mir geht es darum den interessierten Mensch spielerisch auf die aktive Seite des Malens herüberzuziehen; meine persönlichen Gäste und gegebenenfalls Besucher der website aus der Opferrolle des angeblich handlungsunfähigen Hobby-Malers herauszuholen.“
Aus diesem Anlass entsteht eine „unkonventionelle Malschule“ zum selbst erarbeiten, in Beispielbildern und methodenfreien Anleitungen unter der Adresse www.kunstarena.com .)

Um das zentrale Objekt eines „Bilder-Schinkens“ herum, sind das Entstehen und Erfahren eines Bildes sich ent-gegen laufende Schöpfungsprozesse und Betrachtungsweisen.
– Der hinzukommende Betrachter und das entstehende Werk „laufen“ somit aufeinander zu, bis sie sich begegnen. Und im Idealfall treffen sie sich  genau in der Mitte, auf halbem Wege.
„Mitten drin“ ist das Bild noch nicht komplett vollständig und sein Gast noch nicht am Ursprung, der den Anreiz gibt, das Werk entstehen zu lassen, der die Idee andeutet, angelangt. – Und ausgerechnet dann treffen die beiden aufeinander.
Dies ist der Moment der Vernisage. wenn die Begegnung mit dem Gemälde im Betrachter etwas vollständig Neues entstehen lässt. – Es ist das individuelle Erlebnis des Beobachters, das das Bild in seiner einzigartigen Form zu Leben erweckt.“

„Du kannst Malen nicht verstehen, du musst einfach malen.
Du brauchst nicht glauben, dass Du, wenn Du auf der anderen Seite hinter dem Maler stehst, mitbekommen würdest, wie es ist selbst ein Maler zu sein.
Dieses alleine auf der „anderen Seite“ zu stehen ist die Ursache dafür, das ich bewußt begonnen habe abstrakt zu malen.
Es ist nicht so, das ich mitten drin aufhöre zu malen, ein begonnenes Werk präsentiere und das dann einfach „abstrakt“ nenne. Ich ziehe dich einfach mit einem kleinen Trick auf meine Seite und verteile an dich die ursprüngliche Aufgabe des Malers.
– Du bekommst jetzt zunächst in Gedanken den Pinsel in die Hand gedrückt, du blickst über das Bild, und es bleibt dir noch viel Freiraum zum Spielen in der Fläche, um aus dem Bild etwas in deiner Empfindung Anständiges zu machen.
Probiere es aus! Stelle dich vor eine der Leinwände. Bleibe ruhig, schau es nur an. Etwas innen in dir erzählt Dir etwas über das was Du dort auf der Oberfläche siehst. Du kannst das anfangs nicht mit Namen benennen, noch weißt du was du tun solltest, um deine Empfindung umzusetzen; aber vertrau mir, das Beobachtete, es beginnt zu leben.
Ob du mit dem Bild auflebst, das interessiert. Das Bild interessiert nicht, ob du „ja oder nein“ zu ihm sagst, es bleibt, wie es ist.

Zu einem, in deiner Erwartung, gelungenen Bild kannst Du JA oder NEIN sagen, aber ein richtig gutes Bild „nimmt dich mit“. Du gehst für einen Moment auf eine Reise für dich selbst, unabhängig, ob Du Dich hingezogen oder von ihm abgestossen fühlst. Genau diese Lebendigkeit entsteht in dir in Form von Bewegung, Schmecken oder des Hörens von Klang.
Es ist fehlerhaft, davon zu sprechen, das ein Bild lebendig sei. Du selbst wirst von der Begegnung mit einem Kunstwerk „durchgeschüttelt“; die Farbfläche bewegt sich nicht mehr. Also musst Du etwas „angestellt“ haben, das diese Bewegung in dir auslöst.
Und wer steht vor einer Leinwand , mit ungewohnten Eindrücken in der Seele, die er Auszudrücken versucht…
– In einer Ausstellung gibt es für unterschiedliche Freunde eben verschiedene Bilder.
Es ist deine Aufgabe dasjenige herauszufinden, das dich mitnimmt , das dich beginnen lässt selbst Maler zu sein.
Und selbst Maler zu sein heißt zu Beginn noch nicht selber zu malen, den Pinsel in der Hand zu halten, bei-leibe noch nicht. Dazu müsstest du erst einmal lernen, dich vorzubereiten, wie ein Bild in einer absehbaren Zeitfolge umzusetzen ist. Aber das Malen für sich ist nur ein technischer Ablauf, eine Vorbereitung. Das Praktische kannst Du üben. Das ist unabhängig von dem was Dich das Bild erleben lässt.
Das aktive „pinseln“ ist nur der Abschlussprozess für ein sichtbares Bild. Es ist der erste Firnis einer vorher unscheinbaren Form oder Idee, die dir von innen heraus zugetragen wird. Es ist einfach eine Idee, die Du daraufhin weiterreichen kannst. Wie Du das anstellst Deine Ideen weiter zu geben, ist Deine Kunst des Lebens. Aber, diese Idee kannst Du als Einladung weiterreichen, wenn du beginnst sie zu skizzieren.
Wir müssen am Anfang erst einmal lernen miteinander zu sprechen, uns auf eine Idee einigen.
Lustiger weise beginnen Bilder mit Worten.
Du zum Beispiel sagst, „Ich gehe in die Ausstellung.“ oder „Ich besuche den Maler“.
Auch als Maler fasst Du zuerst einen Entschluss und der Entschluss beginnt mit dem Satz, „Ich stehe jetzt vom Kaffeetisch auf“. Das ganz Malen beginnt mit einem Vorsatz. Und Vorsatz, das ist der Satz davor bevor du mit etwas beginnst; und diesen Satz formst du vorher aus Worten. Auch Bilder beginnen in Worten zu erzählen und diesen Worten solltest Du in dir lauschen. Denn diese Worte tragen einen ganz besonderen Klang. Er ist nämlich still! Eine ruhige Sinfonie“

Ich erzähl dir was:
„Ein Maler, der ausstellen möchte wird sich darum kümmern, dass ein erwartungsvoller Besucher genau so in das Wachsen eines Bildes hereingezogen ist, wie derjenige, den der Gast für den Maler hält.
Dies ist die zweite Venisage. Das Bild wird für und in dem Zuschauer ge-öffnet, eine neue Anmutung hinzugefügt.

Der Gast des Gemäldes steht vor der Leinwand und beginnt der Malerei etwas Eigenes zu schenken. Im Anfang ist es Aufmerksamkeit, Verweilen und Zuhören, doch er beginnt im Geiste zu spielen und vervollständigt die auflebende Szene zu einer eigenen Geschichte, die er in sich wach hält. – Diese Geschichte ist der Anfang des Malens, sein Ursprung. IMMEER, Ob der bespannte Keilrahmen an der Wand hängt, oder wieder auf der Staffelei steht.
Wenn Du dieser Geschichte zuhörst beginnst du bereits ein Maler zu sein. Du lässt aktiv eine bewegte Geschichte entstehen. Das geschieht durch dein aktives Zuhören, ein sinfonischer Klang aus stillen Worten und den symbolischen Bedeutungen, die Du damit verbindest.“

„Was ist los mit Dir, ich bemerke, dass Du Dich als Betrachter eines Bildes bis jetzt abwartend verhältst. Was hat Dich bisher vom Anfangen, vom aktiven Gestalten abgehalten. Wer hat Dir erzählt, das Du davon keine Ahnung hast! Woran liegt das? Dein bisheriges Leben läuft Gut. – Beantworte Dir einmal diese Frage! – Warum glaubst Du, Du möchtest Dich nur passiv an der Malerei beteiligen?
– Das geht mich überhaupt nichts an, denkst Du dir:
Du bist mit deinem Interesse bis hier her gelangt, um mich zu beobachten, wie ich arbeite. – Jemand, der so weit reist in seiner Sehnsucht, der möchte etwas erfahren. – – Und ich sage dir EINES in Worten,
MALEN ERFAHREN, IST SELBST MALER ZU SEIN; das ist etwas anderes als nur dabei gewesen zu sein.
Das ist das, was ich dir als Maler erzählen kann:
WIE ES IST MALER ZU SEIN.
Ich kenne deine Seite nicht, die der Bewunderung.
Und das was ich dir sagen kann:
DU BIST schon ein MALER.
Du erkennst nur nicht, das Du auf deine Art und in umgekehrter Reihenfolge vorgehst. WIR könnten UNS sonst nicht unterhalten.
Ich bin schon immer bildender Maler. Schon seit 50 Jahren.
– Ich bin mit dieser Schablone verwachsen, hineingepresst.
– Du siehst hier in diesem Raum Werke aus 40 Jahren.
Das ist eine Menge Zeit, die WIR auf den unterschiedlichen Seiten der Kunst verbracht haben.
Du dagegen kannst mir erzählen, wie es ist „einen Maler und seine Vorgehensweise zu bewundern“, Du bist Schreiber.
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf den Ursprung der Malerei legen haben wir die Idee gemeinsam. Ansonsten wäre nur der Kaffee in unseren Bechern aus der gleichen Kanne. Und das sind die Geschichten, die UNS die Bilder erzählen, wenn WIR endlich zuhören.

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